Sonntag, 6. Januar 2008

Kooperatives Lernen_Aufgabe 3

Wieviel an Strukturierung der Lernumgebung und an Steuerung von Lernprozessen ist nötig, um kooperative Prozesse in netzgestützten Szenarien in die Wege zu leiten und zu gestalten? Wie lässt sich reflektiertes Erfahrungslernen in solchen Szenarien anleiten, ohne den Lernenden die Möglichkeit selbstgesteuerten Lernens und Handelns zu nehmen?
Versuchen Sie, diese verschiedenen Szenarien kooperativen Lernens auf einem Kontinuum von offen bzw. wenig gesteuert bis stark gesteuert im Hinblick auf die Gestaltung der Lernumgebung (Gestaltung der Aufgaben, Betreuung durch die Lehrenden etc.) darzustellen. Begründen Sie bitte kurz Ihre Darstellung und stellen Sie Ihren Text online in Ihr ePortfolio.


1. E-Mail-Projekte (im Englischunterricht): Da die Themen innerhalb der Projekt angegeben und der Zeitrahmen festgestellt ist, handelt es sich hier um eine ziemlich von der Lernumgebung und den Lehrenden gesteuerte Lernsituation. Die Texte werden per Email an die Partnerschule geschickt und dieses schließt nicht nur eine selbständige Arbeit der einzelnen Schüler, sondern auch starke Steuerung von dem Lehrer mit ein.

2. Blogs: Arbeit mit Lernplattform und Blogs, Fotos-Webseiten, Vokabel, Grammatik oder Syntax via Internet lernen.
Hier bekommt man bestimmte Aufgaben, die bis zum nächsten Treffen zu erledigen sind, die Zusammenarbeit der Lerner ist durchaus wichtig und deshalb erfordert eine durch die Lernumgebung stark gesteuerte Szenario. Meiner Meinung nach ist es ein Beispiel für eine teilweise gesteuerte Lernszenario, weil die Teilnehmer den Blog ziemlich freiwillig anbieten, die sind aber weiterhin an einer gemeinsamen Lernplattform bspw. Moodle gebunden.

3. Wiki-Web: Ein kooperatives Lernen, das eher von den Lernern stark gesteuert und gestaltet wird. Das Wiki-Web, eine Schreibwerkstatt, stellt ähnlich wie das E-Tandem lediglich ein Protal dar, wo die Lerner eigene Einträge erfassen und veröffentlichen können. Außerdem ist bloß eine passive Teilnahme möglich: Geschichte anderer Deutschlernenden zu lesen. Wenn aber doch aktiv an der Schreibwerkstatt teilnehmen möchte, dann ist man nicht alleine, da kommt es eher auf die Zusammenarbeit und das kooperative Lernen mit den anderen Wiki-Teilnehmern. Die Gestaltung der Aufgaben und die Betreuung durch die Lehrenden kommt hier nicht zum Ausdruck.

4. E-Tandem: In dem ersten Fall handelt es sich um eine vorgegebene Lernumgebung, in der die Steuerung vom Lernprozess sehr offen und eher von den Lernern abhängt. Hier können die Fremdsprachenlernenden mithilfe der Lernplattform ihre Lernpartner selbst aussuchen und dann unabhängig von der Lernumgebung Kontakt mit ihnen aufnehmen und Lerntermine vereinbaren. Die Lerner steuern also die Lernprozesse sehr frei und offen, außer der Partnersuche, die von Lernumgebung abhängig ist.

1 Kommentar:

Agata hat gesagt…

Du hast die Aufgabe sehr gut dargestellt. Deine Aussagen sind sehr ausführlich und verständlich. Ich bin mit dir bezüglich der Aufgabe in allen Punkten einverstanden.